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Biershop Baden-Württemberg

Pils

Pils ist mit Abstand die beliebteste Biersorte in Deutschland. Sein Anteil am gesamten Bierausstoß liegt bei mehr als 55 Prozent. Es wird untergärig gebraut und ist hopfenbetonter als beispielsweise Lagerbier.

Erfunden wurde der Bierstil Mitte des 19. Jahrhunderts in der böhmischen Stadt Pilsen, die damals zu Österreich-Ungarn gehörte. Die Qualität des dort gebrauten Bieres galt als schlecht. Im Februar 1838 ließ der örtliche Magistrat sogar 36 Fässer vor dem Rathaus öffentlich auslaufen. Noch im selben Jahr beschloss man, ein "Bürgerliches Brauhaus" zu gründen.

Die Bewohner von Pilsen wollten neue Wege beim Brauverfahren beschreiten. In Böhmen wurde traditionell obergäriges Bier gebraut. Aber: Dunkles untergäriges Bier, auch bayerisches Bier genannt, war in Mode gekommen, und so brauchte man für das neue Brauhaus auch einen neuen Braumeister. Die Wahl fiel auf den 29 Jahre alten Josef Groll aus dem bayerischen Vilshofen. Dessen Vater war Brauereibesitzer und hatte lange an der Rezeptur eines untergärigen Biers getüftelt. Groll Junior nahm das Rezept mit nach Pilsen.

Bei Bieren, die mit untergäriger Hefe gebraut werden, müssen die Temperaturen deutlich niedriger sein als bei der Herstellung obergäriger Sorten. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es noch keine Möglichkeiten zur künstlichen Kühlung. Ähnlich wie in Bayern war es auch in Böhmen möglich, Eis, das man im Winter sammelte, in tiefen Kellern und Höhlen aufzubewahren und dadurch das ganze Jahr über bei Temperaturen zwischen 4° und 9° Celsius Bier zu brauen.

Josef Groll setzte am 5. Oktober 1842 einen Sud an, für den er Saazer Hopfen und ein sehr helles Gerstenmalz verwendete, das er nur leicht anröstete und das seinem Bier die für Pils bis heute charakteristische goldgelbe Farbe verlieh. Zuvor hatte man bei der Bierherstellung vor allem dunkle Malze eingesetzt. Am Martinstag, dem 11. November 1842, war es dann soweit: In Gasthöfen wurde zum ersten Mal das neue Pilsener Bier ausgeschenkt. Braumeister Josef Groll hatte nicht viel Zeit, sich seiner Kreation zu erfreuen. Sein Vertrag lief nach fünf Jahren aus und wurde auch nicht verlängert.

Bis heute hat das hell-goldfarbene Pils besonders viele Freunde im Norden, Westen und Osten der Bundesrepublik. Im Süden, wo es die meisten Brauereien in Deutschland gibt, greift man noch eher zu den anderen Biersorten. Mit einer Stammwürze von rund elf Prozent und einem Alkoholgehalt von 4,8 Prozent ist Pils ein Vollbier. Heutzutage sind auch zahlreiche alkoholfreie und kalorienreduzierte Varianten erhältlich.

Pils schmeckt am besten, wenn es eine Temperatur von acht Grad hat – und wenn man sich beim Zapfen nicht zu viel Zeit lässt. Der Spruch „Ein gutes Pils braucht sieben Minuten” ist genauso alt wie falsch: Ein Bier, an dem so lange herumgezapft wurde, kann nicht mehr frisch sein. Stattdessen sollte das Pilsglas zunächst langsam mit der ersten Schaumkrone bis zum oberen Rand gefüllt werden. Nun wartet man, bis sich der Schaum gesetzt hat. Wenn man nun nachzapft, erhält man eine wunderschöne Schaumkrone und hat bereits nach etwa drei Minuten ein frisches reines Pils.

(Quelle: Deutscher Brauer-Bund e.V. etc.)

“Baden-Württemberg gehört zu den führenden Bierregionen in Deutschland. Mehr als 180 Brauereien haben im Südwesten der Republik ihren Sitz und produzieren ein breites Angebot an verschiedenen Sorten. Ziel des Biershops Baden-Württemberg ist es, Ihnen diese Vielfalt näherzubringen und Ihnen die Möglichkeit zu bieten, regionale Kreationen bequem zu bestellen, zu probieren und zu genießen.”

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